Warum Make.com für Marketing-Teams so interessant ist
Wer im Marketing arbeitet, kennt das Problem: Ein Großteil des Arbeitstages geht für Aufgaben drauf, die sich ständig wiederholen. Leads manuell ins CRM eintragen, Social-Media-Berichte zusammenkopieren, Kampagnendaten aus verschiedenen Tools zusammenführen – das kostet Zeit, die eigentlich für Strategie und kreative Arbeit gebraucht wird.
Make.com (früher Integromat) hat sich in den letzten Jahren zu einem der flexibelsten Automatisierungs-Tools auf dem Markt entwickelt. Im Vergleich zu Zapier bietet es deutlich mehr Kontrolle über komplexe Workflows, ist günstiger und eignet sich besonders gut für Teams, die über einfache Wenn-Dann-Verknüpfungen hinausgehen wollen.
In diesem Artikel zeigen wir, welche Automations im Marketing-Alltag den größten Unterschied machen – und wie ihr sie sinnvoll einsetzt.
Lead-Management automatisieren
Das manuelle Weiterleiten von Leads ist einer der häufigsten Zeitfresser in Marketing-Teams. Mit Make.com lässt sich dieser Prozess vollständig automatisieren – von der ersten Anfrage bis zur Übergabe an den Vertrieb.
Leads aus Formularen direkt ins CRM übertragen
Ob Typeform, Google Forms oder ein eingebettetes HubSpot-Formular – Make.com kann neue Einträge sofort in euer CRM übertragen, Felder befüllen, Tags setzen und bei Bedarf eine automatische Bestätigungs-E-Mail auslösen. Kein manuelles Copy-Paste, keine vergessenen Einträge.
Lead-Scoring und Segmentierung
Make.com erlaubt es, eingehende Leads anhand definierter Kriterien zu bewerten und automatisch in verschiedene Listen oder Pipelines zu sortieren. Ein Lead aus einer bestimmten Branche wird direkt der richtigen Vertriebsperson zugewiesen, ein anderer landet zunächst in einer Nurturing-Sequenz. Das spart nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Qualität der Nachverfolgung spürbar.
Social Media und Content-Prozesse effizienter gestalten
Content-Produktion und Social-Media-Management sind Bereiche, in denen sich Automatisierung besonders schnell bezahlt macht. Viele Schritte sind vorhersehbar und damit automatisierbar.
Content-Kalender mit Notion oder Airtable verknüpfen
Wenn ein neuer Beitrag im Content-Kalender als „bereit zur Veröffentlichung“ markiert wird, kann Make.com automatisch einen Post in einem Planungstool wie Buffer oder Later anlegen, das Team per Slack oder E-Mail benachrichtigen und den Status im Kalender aktualisieren. Was früher mehrere manuelle Schritte erfordert hat, läuft damit vollautomatisch im Hintergrund.
Neue Blog-Artikel automatisch bewerben
Sobald ein neuer Artikel auf der Website veröffentlicht wird – erkennbar etwa über einen RSS-Feed oder eine CMS-Webhook – kann Make.com automatisch Social-Media-Posts erstellen, eine interne Benachrichtigung senden und den Artikel in einer E-Mail-Kampagne verlinken. Das spart mehrere manuelle Handgriffe pro Veröffentlichung.
Reporting und Datenflüsse automatisieren
Eines der nervigsten Themen im Marketing-Alltag: Reportings zusammenstellen. Daten aus Google Ads, Meta, dem CRM und dem Analytics-Tool manuell in eine Tabelle zu kopieren ist fehleranfällig und dauert unnötig lange.
Automatische Datensammlung in Google Sheets
Make.com kann täglich oder wöchentlich Daten aus verschiedenen Quellen abrufen und strukturiert in ein Google Sheet schreiben. Kampagnendaten aus Meta Ads, Klickzahlen aus Google Analytics, Conversion-Daten aus dem CRM – alles an einem Ort, ohne manuellen Aufwand. Das Dashboard ist morgens bereits aktuell, bevor der erste Kaffee fertig ist.
Automatische Benachrichtigungen bei wichtigen Schwellenwerten
Make.com kann Warnmeldungen auslösen, wenn bestimmte KPIs einen definierten Wert über- oder unterschreiten. Wenn der Cost-per-Click einer Kampagne plötzlich stark ansteigt oder eine Conversion-Rate einbricht, bekommt das zuständige Team sofort eine Slack-Nachricht oder E-Mail. Probleme werden früher erkannt, bevor sie teuer werden.
Interne Kommunikation und Teamkoordination
Automatisierung hört nicht beim Außenauftritt auf. Auch intern lassen sich viele Abläufe deutlich vereinfachen.
Onboarding neuer Kunden strukturieren
Wenn ein neues Projekt im Projektmanagement-Tool angelegt wird, kann Make.com automatisch eine Ordnerstruktur in Google Drive erstellen, eine Willkommens-E-Mail versenden, das Team in einem Slack-Kanal zusammenführen und eine Checkliste für die ersten Schritte anlegen. Ein konsistenter Onboarding-Prozess ohne manuelle Koordination.
Aufgaben automatisch zuweisen
Formulareingaben, Kundenanfragen oder interne Requests können direkt in Aufgaben in Tools wie Asana, Monday oder ClickUp umgewandelt und der richtigen Person zugewiesen werden – inklusive Fälligkeitsdatum und Priorität. Das reduziert den Koordinationsaufwand erheblich und sorgt dafür, dass nichts im Postfach verloren geht.
Worauf es bei der Umsetzung ankommt
Make.com ist mächtig – aber wie bei jedem Tool gilt: Schlechte Prozesse werden durch Automatisierung nicht besser, sie werden nur schneller. Bevor ein Workflow automatisiert wird, sollte er verstanden und wenn nötig vereinfacht werden.
Ein paar Grundsätze, die sich in der Praxis bewährt haben:
- Klein anfangen: Einen Prozess automatisieren, testen, optimieren – dann den nächsten angehen.
- Fehlerbehandlung einplanen: Make.com bietet Fehler-Handler, die ihr nutzen solltet. Ein fehlgeschlagener Webhook sollte nicht unbemerkt bleiben.
- Dokumentation nicht vergessen: Wer hat diesen Workflow gebaut, wozu dient er, was passiert wenn er ausfällt? Das rettet euch Wochen später viel Zeit.
- Datenschutz im Blick behalten: Gerade wenn personenbezogene Daten fließen, müssen DSGVO-Anforderungen berücksichtigt werden.
Make.com bietet mit Szenarien, Modulen, Filtern und Iteratoren ein sehr flexibles System. Wer einmal die Logik dahinter verstanden hat, kann damit nahezu jeden Marketing-Workflow abbilden.
Fazit: Automatisierung als strategischer Hebel
Marketing-Teams, die Make.com konsequent einsetzen, gewinnen keine zehn Minuten pro Tag – sie gewinnen Stunden pro Woche. Nicht weil sie weniger arbeiten, sondern weil sie ihre Zeit für Dinge einsetzen, die tatsächlich Wirkung haben: Strategie, Kreativität, Kundenkommunikation.
Automatisierung ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Werkzeug, um als Team besser und fokussierter zu arbeiten. Make.com ist dabei eines der besten verfügbaren Mittel – wenn man weiß, wie man es einsetzt.
Wenn ihr wissen wollt, welche Automations in eurem Marketing-Setup den größten Hebel haben, sprecht uns gerne an. Bei CtrlE Consulting analysieren wir eure bestehenden Prozesse und setzen Make.com-Workflows um, die wirklich zu eurem Team passen – direkt hier auf unserer Website.